Am Land ist der Bau eines Hauses scheinbar ein Lebenswerk, entsprechend gemächlich geht es zur Sache. Man muss ja auch noch morgen etwas zu tun haben. Weiterhin muss es an Winkeln und Wasserwaagen mangeln, anders erklärt sich mir der Abziehereinsatz bei jedem Wolkenbruch nicht.
Meine Hauptbeschäftigung war schwitzen.
Das ging schon vor dem Aufstehen los.
Und endet auch nicht mit dem kalten Abduschen vor dem Schlafengehen.
Zwischen 10 und 15..16 Uhr läuft der Kubaner mit Sonnenschirm und Waschlappen herum, das ändert aber nichts am stetigen Wasserverlust.
Häuserwände kühlen nicht und an vielen schattigen Plätzen würde man sich ohne Schuhe die Füße verbrennen.
Kurzum, mir war es hier viel zu warm heiß.
Wer das Klima hier erträgt, schultert auch den real existierenden Sozialismus. Ich, für meinen Teil, gebe mich mit einer sozialen Marktwirtschaft völlig zufrieden.
Sicherheit
Ich fühlte mich hier sicherer als die Kubaner selbst. Die scheinen trotz aller Gleichheit selbst dem nächsten Nachbarn nicht zu trauen. Oder warum sind die Fenster vergittert, ganze Häuser meterhoch umzäunt und als i-Tüpfelchen mit Stacheldraht versehen?
