Der Plan war zum Flughafen zu laufen, mein Zeug aufgeben und danach hätte ich mir einen gegönnt. Gescheitert ist mein Vorhaben am Anlaufen des falschen Flughafens.
Ich hatte mir nichts dabei gedacht, fand den Namen Yuri Gagarin sogar ganz cool, blöd nur, dass es eine rein militärische Anlage ist. So musste ich mich dann erstmal nach dem richtigen Flughafen umsehen. Es gab nur einen mit international im Namen und so musste es dieser sein.
Nochmal drei Stunden laufen, kein Problem, die prognostizierten 30 CUC für ein Taxi hatte ich eh nicht mehr. Kurz vor der Autobahn hatte ich dann doch mal gefragt und mit 15 CUC für die letzten 10 km war ich dabei. Egal, Hauptsache weg von hier!
Es muss der allererste Hurricane überhaupt gewesen sein, der Kurs auf die Insel nahm. Andernfalls hätte man doch sicherlich eine gewisse Professionalität an den Tag gelegt. Vor dieser mit einer Mitarbeiterin besetzten Box bildete sich eine meterlange Schlange, immerhin fielen alle Flüge von Interjet aus, und pünktlich um 15 Uhr sperrte sie trotz aller Anstehenden zu und machte Mittag.
Als Alternative konnte sie mir nur einen Flug am Dienstag, also vier Tage später anbieten. Inakzeptabel. Die Rechnung war einfach. Bis Dienstag bleiben, mindestens 150 CUC nachmünzen oder am Flughafen durchmachen und hoffen am nächsten Tag mit keiner Schönwetter-Fluggesellschaft1 wegzukommen. Selbst wenn ich so den geplanten Flug verbrenne. Noch mehr Kuba ist definitiv das größere Übel.
Mit Aeromexico kam ich dann in die mexikanische Hauptstadt.
Es wäre zu schön gewesen.
Ich hing dann in einem Loch in direkter Nähe zum Flughafen fest, natürlich völlig überteuert. Dort wartete ich auf Dienstag und kochte vor mich hin.
Immerhin stand Bier im Kühlschrank.
1Flugzeuge anderer Fluggesellschaften starteten bis tief in die Nacht.Update: 29.06.2024
Wenn man mit etwas Abstand darüber nachdenkt, wird einem klar, warum die europäischen und russischen Maschinen problemlos abfliegen konnten. Der Hurrikan behinderte zu dem Zeitpunkt nicht das Starten, sondern das Landen…
