Antropologisches Nationalmuseum

Um überhaupt mal eine Vorstellung davon zu bekommen worauf ich mich hier eingelassen habe, wurde mir der Besuch vom Museo Nacional de Antropología nahegelegt. Dort erfährt man zum einen, dass es in Mexiko neben den bekannten Mayas und Azteken noch zig indigene Völker gab und gibt und zum anderen, wie wenig einen das interessiert. Aber die 70 MXN kann man ruhig dafür locker machen.

This figurine shows a man with a distorted face in an evident expression of pain, performing an autosacrifical ritual. This practice consisted of perforating part of the penis with a bone awl or a stingray spine and was carried out mainly by rulers, who offered their blood to deities to preserve and augment fertility.

Die Entschlüsselung des mayaischen Zahlensystems (zur Basis 20) ist dem Dresdner Archivar Ernst Förstemann zu verdanken. Auf dessen Arbeit Joseph T. Goodman eine zeitliche Datierung der Funde ermöglichte. Der piedra del sol liegt dort auch herum.

Am interessantesten fand ich die Zusammensetzung der Götter. Es gab einen Sonnen-, Regen-, Wind-, Kriegs- und Maisgott. Kriegsgefangene wurden öffentlich zur Schau gestellt und selbstlos geopfert.