Ich wollte ursprünglich die Pazifikküste entlang Richtung Oaxaca reisen und damit Halt in Acapulco machen, aber alle Wege nach Acapulco führen über Mexiko Stadt und von dort komme ich günstiger und direkt nach Oaxaca.
In Colima, der ersten Station, gibt es wirklich nichts Sehenswertes. Den Weg kann man sich sparen.
Außer man will von hier zum nördlich gelegenen Vulkan aufbrechen, was wohl viele tun. Das hat mir zumindest die Laura gesteckt, die mich in meinen letzten Stunden in Colima noch etwas unterhalten hat. Von ihr habe ich auch erfahren, dass in ganz Mexiko Weihnachtsgeld Pflicht ist und zwischen dem 15. und 20. Dezember ausbezahlt werden muss. Entsprechend war in den Kaufhäusern auch etwas los.
Man beachte wie fortschrittlich der nicht einkaufswillige Partner vor einem Fernseher mit Sportprogramm geparkt werden kann.
Aufgegabelt hatte sie mich vor einer Kirche und witzigerweise haben sich viele beim Vorbeifahren bekreuzigt. Die hätten mal lieber den Sicherheitsgurt anlegen sollen.
Vom Busbahnhof ging es in Shorts und T-Shirt mit dem Nachtbus nach Morelia, der zweiten Station. Dort angekommen wäre ich fast erfroren. Nach einer guten Stunde Fußmarsch zum Hostel war mir wieder warm. Das ist bisher auch das erste Hostel, das von sich aus weitere Decken ausgibt und die auch etwas nützen!
Neben zig Kirchen habe ich mir noch drei Museen (Museo de Arte Contemporáneo Alfredo Zalce, Museo Casa Natal de Morelos, Museo Regional Michoacano) angetan, weil mich der Blablacar-Fahrer nach Pátzcuaro versetzt hatte. So gab’s eben Kunst.
