Asshole Tourists

Ich nächtige hauptsächlich in Hostels. Zum einen der Kohle wegen, zum anderen um Leute kennenzulernen. Das Spektrum an Charakteren ist hier allerdings sehr überschaubar. Es gibt ein paar Reisende, privat wie geschäftlich, aber in nahezu jedem Hostel finden sich Drogenkonsumenten. Jeglicher Herkunft. Argentinier, Uruguayer, Deutsche, Österreicher, Franzosen, Spanier, Amerikaner, Australier, um nur einige zu nennen und Einheimische. Prinzipiell würde ich mich nicht an deren Konsum stören, wenn es nicht das einzige wäre was die Herren hier treiben. Zudröhnen von früh bis spät, von Anfang bis Ende der Woche. Von denen soll sich nochmal einer über die Ballermänner erheben…

Besonders mit ihren gut gemeinten Ratschlägen können sie mir gestohlen bleiben.

Versprich mir, dass du, ehe du ins Gras beißt, wenigstens einmal Ecstasy nimmst.

Neben dem Graskonsum durfte ich noch zusehen wie sich jemand diesen weißen Puderzucker über die Nasenschleimhäute zuführte. Eine beeindruckende Show. Er war danach zwar immernoch rotzevoll, aber er schwankte immerhin etwas weniger. Ob das die gesundheitlichen Schäden wert ist…

Meinetwegen konsumieren die Herren und Damen was sie wollen, aber es stinkt mir schon sehr, wie sie die Länder auf den reinen Drogenkonsum reduzieren. Dabei hat gerade Mexiko so viel mehr zu bieten.

Genauso nervig finde ich die 5€ Touristen. Genug Geld für den Flug, aber im Urlaubsland soll dann doch bitte alles spottbillig sein.

Ja dann geht halt vorher arbeiten! Dadurch könnt ihr euch sicherlich eure gewünschte Necessity leisten.

Und zum Schluss kommen noch die Snoozer. Das sind die Herren und Damen, die sich den Wecker auf 4:30 Uhr stellen und dann nicht aus den Federn kommen. Dafür drücken sie regelmäßig, d.h. alle zehn Minuten, auf Snooze und halten mich und alle anderen im Zimmer wach. Ich bin selbst überrascht, dass ich noch auf freiem Fuß bin.